Warum Kreativität?

Kreativität verstehe ich in Anlehnung an die Arbeiten von Barbara Vollmer (2020) als ein Handeln in Ungewissheit. Im Gegensatz zu Aufgaben, die ein rein reproduktives Wissen erfordern, bedarf es zur Lösung komplexer Probleme an Kreativität. Solcherlei Probleme zeichnen sich dadurch aus, dass weder das Produkt noch der Weg zum Produkt bekannt sind – in vielen Fällen muss sogar die Aufgabenstellung selbst gefunden werden.

“Etwas zu schaffen, das vorher in dieser Form noch nicht existiert hat, bedeutet zunächst, dass man Vorstellungen entwickeln muss, die anschließend verfolgt oder verworfen werden”

– Vollmer 2020, S. 27

Das bedeutet auch, dass kreatives Handeln ein Handeln im unbekannten Raum beschreibt. Damit das Unbekannte, Fremde nicht zu viel Raum einnimmt, versuche ich – oftmals in Zusammenarbeit mit meinen Kolleg:innen – möglichst niedrigschwellige Orientierungsangebote zu schaffen.

Workshops

2024

16. Oktober 2024 | Visuelles Begleitprogramm „Beyond Numbers“ für den Outreach Workshop „Wie lernen wir übermorgen?“ im dbb forum Berlin im Rahmen des BIRD Projekts des DAAD.

02. August 2024 | Workshop „KI und Bildung – Durch Kreativität zu digitalen Kompetenzen“ an der Universität Vechta im Rahmen des Projekts „Beyond Prompting“ gemeinsam mit Dan Verständig.

21. März 2024 | Workshop „Unsichtbarkeiten des Digitalen“ an der Goethe-Universität Frankfurt von Johanna Weckenmann, Estella Ferraro, Friedrich Wolf. Impulsvortrag „Vom Sehen und Lernen. \$\{[a-zA-Z]+\} Literacy im Kontext von Artikulation, Algorithmen und Dateninfrastrukturen“ gemeinsam mit Dan Verständig

2023

17.-19. November 2023 | Workshop „Daten denken, Diversität darstellen – Medienpädagogische Perspektiven auf den kreativen Umgang mit Daten“ gemeinsam mit Janne Stricker im Rahmen des 40. Forum Kommunikationskultur 2023 der GMK.

09. September 2023 | Workshop „KI durch Kunst erfahrbar machen“ im Rahmen der Veranstaltung emuKon 23 „Künstliche Intelligenz – Gekommen, um zu bleiben“ des Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt in Halle (eingeladen)

2022

18.-20. September 2022 | Summer School zu Data Literacy in der Hochschullehre in Paderborn.
Diskussionsveranstaltung für Lehrende und Forschende aller Fachbereiche, die in ihrer Forschung und/oder Lehre mit oder über „Daten“ arbeiten und einen Bezug zum Thema “Data Literacy” haben

16.-17. September 2022 | Fachforum #edgo22 des Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt in Halle. Workshop zum Thema „Creative Data Literacy. Medienpädagogische Perspektiven auf den kreativen Umgang mit Daten“ (eingeladen)

Materialien

Bei der Auswahl und Gestaltung von Materialien geht es vor allem um möglichst unkonventionelle, niedrigschwellige und kreative Zugänge, die Lernende zum Nachdenken anregen. Indem sie einen Umgang mit Unbestimmtheit forcieren, erfordern sie ein Umdenken sowie Kreativität. Derartige Ansätze können m.E. Reflexionsanlässe bieten, um sich mit einer technologisch vorangetriebenen Komplexitätssteigerung auseinanderzusetzen.

Meine Arbeit in Workshops, Fortbildungen oder Lehrkontexten mit (angehenden) Lehrkräften und Studierenden ist u.a. von den beiden folgenden Büchern inspiriert:

I am a book. I am a portal to the universe.

Stefanie Posavec und Miriam Quick

2020

Durch dieses Portal geraten Lesende auf 112 Seiten in eine Welt voller – mitunter absurder – Vergleiche. Wie viele Kalorien hat eigentlich ein Buch? Wie lange dauert die Lektüre? Und was passiert in diesem Zeitraum?

Observe, Collect, Draw!

Giorgia Lupi und Stefanie Posavec

2018

Wo hinterlassen wir Daten und wo nicht? Wie können wir nicht Messbares wie z.B. Emotionen in Zahlen fassen? Oder was lässt sich überhaupt in Form von Datenpunkten festhalten und welche Abstraktionsleistung geht damit einher, wenn wir Implizites in explizit Zählbares überführen? Diese Fragen werden in diesem Visual Journal aufgeworfen und durch kreativ-künstlerische Anlässe reflektierbar gemacht.

→ Mehr über meine Arbeit.