Von der Textinterpretation zur analytischen Auseinandersetzung mit Code und Daten

Seit einigen Wochen und Monaten bin ich jetzt schon auf der Suche nach einer geeigneten Methode, um einen Zugang zu algorithmischen Formen der Kunst zu finden. Dabei bin ich über die Digitale Hermeneutik (Capurro, 2010), die Operationale Hermeneutik (Diebner, 2005), die New Visual Hermeneutics (Schaal et al., 2016) und die Cultural Analytics (Manovich, 2020) gegangen um letztendlich wieder einen Schritt zurück zur Objektiven Hermeneutik (Oevermann, 1977) zu gehen. Jeder dieser hermeneutischen Ansätze hat seine Vorzüge, mal geht es um die ontologischen Voraussetzungen unter den Bedingungen des Digitalen (also Code), mal geht es um die Visualisierung von Daten und daran anknüpfend um deren Interpretation, dann geht es um eine möglichst objektive Beschreibung der Sinnstrukturen, die einem Text (im weitesten Sinne) eingeschrieben sind. Aber keiner dieser Ansätze verbindet die einzelnen Aspekte, vielleicht ist es aber genau das, was ich brauche, um meinen Gegenstand angemessen zu beschreiben: Mir geht es sowohl um die zugrundeliegenden algorithmischen Strukturen, als auch um die daraus resultierenden Kunstwerke, die im Grunde nichts anderes sind, als visualisierte Daten, die dann im Zuge der Betrachtung einen unmittelbaren Sinn entfalten, den es möglichst objektiv zu erschließen gilt… Ich hoffe, dass ich mein methodisches Vorgehen in den nächsten Wochen noch etwas eingrenzen und schärfen kann. Das würde mir, was meine gesamte Arbeit angeht, sehr viel Sicherheit geben.

In meinem letzten Posting habe ich über Paper, Paper und Paper geschrieben. Inzwischen sind (vorerst) alle Paper abgehakt und weil die Zeit schon so weit vorangeschritten ist, ist sogar das erste Paper schon wieder zurück. Um ehrlich zu sein, bin ich etwas verunsichert, was das Feedback dazu angeht, aber bevor ich jetzt hier weiter darüber rumschwafel, was es bedeuten könnte, sollte ich mich direkt der Sache annehmen.